Leicht geräuchert, Samisch »Suovas«

Salzen, Räuchern und Trocknen sind die traditionellen Methoden der Zubereitung und Veredlung von Rentierfleisch. Früher wendete man sie zur Konservierung an, heute wegen des guten Geschmacks. Zuerst wird das Fleisch mit Salz in Fässern geschichtet. Dadurch bleibt es über Monate haltbar, ohne zu salzig zu werden. Auch das Räuchern erhöht die Haltbarkeit und verfeinert den Geschmack. Es dauert gewöhnlich ein bis zwei Tage. Die Methode und die Wahl der Holzart sind eine Kunst für sich. Getrocknetes, leicht geräuchertes Rentierfleisch, »Goike-suovas«, ist der perfekte Energiespender bei Bergtouren. Die Trocknung erfolgt nach alter Tradition im Frühling, draußen im Freien, und nimmt einige Wochen in Anspruch.

Bottnischer Nobel-Kaviar

Kalixlöjrom darf beim Nobelpreisdinner ebenso wenig fehlen wie der König selbst. Der Kaviarersatz aus dem Rogen der Kleinen Maräne war die erste schwedische Delikatesse, die eine geschützte Ursprungsbezeichnung erhielt, ähnlich wie beispielsweise Champagner, Stiltonkäse oder Nürnberger Lebkuchen. Kalixlöjrom verdankt seinen einzigartigen Geschmack dem Brackwasser des Bottnischen Meerbusens und seiner traditionellen Gewinnung, die viel Geduld erfordert.

Fotograf: Magnus Skoglöf

Keschern in Kukkola

Fischfang mit dem Kescher hat am Kukkolaforsen eine lange Tradition. Am Saisonbeginn wird Lachs gefangen und später Maränen. Seit dem 16. Jahrhundert wurden hier Fallen im Fluss gebaut, um die wandernden Fische aufzuhalten. Nur in Östra Norrbotten und am Amazonas fischt man noch mit dieser Methode. Wer es ausprobieren möchte, sollte nach Kukkola fahren.

Fotograf: Grame Richardson

Moltebeeren-Wässerchen

Der Wodka der Marke Jukkasjärvi wird in Schwedisch Lappland aus dem reinen, weichen Wasser der Region hergestellt, das dann mit den wilden Beeren aromatisiert wird, die in dieser Gegend wachsen: Moltebeere, Blaubeere und Arktische Brombeere. Als das Getränk zum ersten Mal vorgestellt wurde, gerieten seine Erfinder in eine geheime Wodkaprobe in einem Stockholmer Hotel. In der Suite wohnte damals gerade Bob Dylan. Der hat Jukkasjärvi Vodka inzwischen auch in seinem privaten Wodkakeller.

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    Håkan Stenlund