Wenn die Sonne tatsächlich nicht untergeht, so bedeutet das schlichtweg mehr Stunden Spaß am Tag. Und wenn du gerne fotografierst, so wird dich das Licht während dieser hundert nachtlosen Tage vor neue Herausforderungen stellen und dir helfen, dein Können weiterzuentwickeln.

Immer mehr Menschen entdecken Abisko und Björkliden für sich. In Abisko beginnt der Kungsleden und im Sommer begegnet man dort zahlreichen Wanderern, die es kaum abwarten können, ihr Abenteuer in die Bergwelt zu starten.

Aurora Sky Station.

Im Winter gelten die Nordlichter, Aurora Borealis, als große Sehenswürdigkeit und viele Besucher machen sich auf den Weg zum Gipfel des Njullá sowie zur Aurora Sky Station. Abisko hat das trockenste Klima in ganz Nordskandinavien und gilt als bester Ort der Welt, um das Nordlicht zu beobachten. Aus diesem Grund kann man dort aber auch ganz besonders gut die großartige Mitternachtssonne erleben.

Tjuonavagge.

Stell dir hundert Sommertage ohne Nacht vor. Unternimm eine kurze Wanderung in den Abisko National Park, klettere auf einen Hügel und sieh einfach zu, wie die Sonne nicht untergeht. Dieses Erlebnis macht selbst dem schönsten Sonnenuntergang locker Konkurrenz. Für einen Fotografen ist es das absolute Paradies.

Über Peter Rosén
Peter Rosén ist eigentlich Biologe sowie außerordentlicher Professor in Umweltwissenschaften. 1999 kam er mit der Vision nach Abisko, weniger forschen und dafür mehr fotografieren zu wollen. Heute arbeitet er Vollzeit als Fotograf und sein Wissen über die arktische Natur und den Klimawandel schärft seinen Blick als Fotograf sowie Fotoguide. Ein Wissen, dass er sehr gerne mit seinen Gästen teilt.

Wir haben beim Fotografen Peter Rosén, der seit 1999 in Abisko lebt, einmal nachgefragt.

– Das Licht ist entscheidend für jegliche Art der Fotografie und gerade in Schwedisch Lappland bietet jede Jahreszeit etwas Einzigartiges. Im Winter ergibt das kalte blaue Polarlicht zusammen mit dem Nordlicht, dem Mond und den Millionen von Sternen am Nordhimmel atemberaubende Effekte. Das Abendlicht im Sommer verleiht der lappländischen Landschaft einen nahezu surrealen Schein. Üppige subarktische Berghänge, glitzernde Flüsse, intensive Himmel, violette und glühende Berggipfel gesprenkelt mit widerspenstigem Schnee. Die Kulisse ändert sich mit jedem Wimpernschlag.

Was ist das Beste an der Sommerfotografie in Schwedisch Lappland?

– Kurzum – es gibt keinen Grund, ins Bett zu gehen! Das schöne Abendlicht hält dich wach und hilft dir sehr beim Fotografieren von eigentlich allem – egal ob Makro, Blumen, Portraits, Landschaften oder Tierwelt. Es ist eine spannende und pulsierende Jahreszeit. Nach einem langen Winter ist die Bergwelt wieder voller Leben und Energie.

Linnea borealis.

Fotokurse
Im Sommer kann man abendliche Fotokurse mit Peter und seinen Kollegen in Abisko und Björkliden besuchen. Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit Lapland Resorts, STF Abisko Mountain Station und Abisko Mountain Lodge veranstaltet. Er findet im Freien statt und Teilnehmer erhalten praxisbezogen viele wertvolle Tipps, wie sie ihre Fertigkeiten weiterentwickeln. Man kann seine eigene Kamera verwenden oder eine Canon SLR Ausrüstung vor Ort ausleihen. Erfahre mehr auf photoadventures.lapplandmedia.se.

Welchen Rat gibst du jemandem, der während seines Sommeraufenthalts in Schwedisch Lappland gerne fotografieren möchte?

– Geh nach draußen, wenn alle anderen schlafen. Nutze das Licht auf kreative Weise.
– Entspann dich! Beginne nicht sofort mit dem fotografieren. Nimm dir Zeit. Entwickle ein Gespür für die Atmosphäre. Erst wenn du entspannt bist, kannst du allmählich die Bilder vor dir sehen. Um das Außergewöhnliche einzufangen, musst du zuerst das Gewöhnliche erkennen.
– Leg dich auf den Boden und finde neue Blickwinkel. Eine andere Perspektive oder eine neue Lichtsituation kann der entscheidende Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Foto sein.
– Bleib eine Stunde oder auch länger bei ein und demselben Thema. Prüfe, wie sich deine Bilder entwickeln. Beobachte den Einfluss von Licht und Blickwinkel auf dein Motiv. Erst so beginnst du, wirklich kreativ zu werden.

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